Reiseberichte

Pilgerreise nach Italien 

Am 24. September machen sich 30 Pilger mit der geistlichen Begleitung von Pastor Reinhold Schlappa auf den Weg nach Italien. Bei hellem Sonnenschein beginnt die Pilgerreise mit der Generalaudienz und dem Papst auf dem Petersplatz.

Es stehen die Besichtigungen der 4 Papstbasiliken der Stadt an. Es wird der Petersdom mit den Papstgräbern besichtigt. Neben den vielen Kunstwerken ist die Pietà, eines der Meisterwerke Michelangelos, zu bewundern. Es führt der Weg zur Lateranbasilika, die Kathedrale des Bistums von Rom. Auch hier werden die Kunstwerke der Kathedrale bewundert. In der Nähe des Lateran befindet sich die Scala Santa, die hl. Stiege von Rom. Sie ist eine der

bedeutensten Relikte der frühen Christenheit. Viele Gläubige erklimmen die Treppe kniend und betend in tiefer Andacht. Die Basilika Santa Maria Maggiore ist die größte Marienkirche Roms. Auch hier ist man beeindruckt von der Größe und den Kunstwerken der Kirche. Die Basilika Sankt Paul vor den Mauern mit dem Paulusgrab wird angesehen und bestaunt.

Die Domitilla-Katakomben gehören zu den größten Katakomben der Stadt. Sie sind die unterirdischen Grabstätten der frühen Christenheit in Rom. Sie gehören zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten von Rom. Die Gruppe macht einen Rundgang durch die Domitilla Katakomben und feiert dort eine

hl. Messe.

Die Pilgergruppe verlässt die ewige Stadt und erreicht bei bestem Sommer-wetter Manopello. Dort ist das Volto Santo in einer Monstranz zu sehen. Dieser hauchdünne Schleier zeigt das Antlitz Christi und wird als das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu im Grab gelegen hat, verehrt. Alle sind von dem Anblick ergriffen und erinnern sich an den Evangelisten Johannes: „Sie sahen und glaubten.“

Nach den beeindruckenden Erlebnissen in Manopello ging die Reise weiter nach San Giovanni Rotondo. Dort erfährt die Gruppe vom Leben und Wirken des Pater Pio. Hier gründete er das Krankenhaus Casa Sollievo della Sofferenza. In der Unterkirche der Kirche des hl. Pio von Pietrelcina sind

die sterblichen Überreste des hl. Pio zur Verehrung der Gläubigen für immer sichtbar.

Monte Sant‘ Angelo, der Erscheinungsort des Erzengels Michael, ist das nächste Ziel. Die Gruppe wartet geduldig mit vielen Pilgern, um die Erscheinungsgrotte anzusehen und die besondere Stimmung dort nachzuspüren.

Das letzte Reisezielist Assisi,  die Stadt der hl. Klara und des hl. Franz von Assisi. Die sterblichen Überreste der hl. Klara,Gründerin des Klarissenordens, werden in der Basilika Santa Chiara verehrt. Diese und die gewaltige

Basilika San Francesco mit 2 Ebenen werden besichtigt. Dort ist das Grab des hl. Franz. An diesen besonderen Orten wurden während der Reise hl. Messen gefeiert. 

Es gab viele Begebenheiten, Augenblicke, Gespräche, Gemeinsamkeiten, die die Gruppe schnell zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen lassen. In bester

Stimmung und mit vielen Eindrücken kehrt die Pilgergruppe am 1. Oktober nach Meschede zurück. 

Mit der kfd St. Walburga in die Sächsische Schweiz 

„Hab mein Wagen voll geladen, voll mit fröhlichen, reiselustigen Frauen!“

Vom 16. bis 19. Mai fuhren wir mit 44 Frauen ins Elbsandsteingebirge.

Herr Wiese von Knipschild-Reisen fuhr uns am Morgen des 16. Mai Richtung Osten. Unser erster Programmpunkt war, wie schon manches Mal, das tolle Frühstück im Hotel „Schwarzer Adler“ in Bad Heiligenstadt. Von dort aus fuhren wir zur Besichtigung der eindrucksvollen Frauenkirche nach Dresden, um gegen Abend das schöne Parkhotel in Neustadt/Sachsen zu beziehen, dessen Betten und Verpflegung ausgesprochen gut war.

Die nächsten Tage hatten es in sich: wundervolle Ausblicke von verschiedenen Punkten auf die Landschaft des Elbsandsteingebirges, geschichtsträchtige Orte entlang der Elbe, eine Fahrt mit dem Schiff von Pirna nach Bad Schandau, das romantische Kirnitzschtal, mit seiner wie verloren wirkenden Straßenbahn mitten im Wald. Die Festung Königstein, deren Ausmaß alle faszinierte. All dies erlebten wir unter der sehr fachkundigen, humorvollen Leitung unseres Reiseleiters Karl. Am Sonntag zum Schlussbesuchten wir das Aschenbrödelschloss- die Moritzburg bei Dresden.

Petrus hatte ein Einsehen mit uns. Wunderbares Wetter und angenehme Temperaturen machten die Besichtigungen und Touren zu einem besonderen Erlebnis. Es war schön zu sehen, dass alle, die mitfuhren, Interesse füreinander hatten, also schnell eine Gemeinschaft entstand. Lustig ging´s her, kleine Schnäpschen halfen dabei schon mal nach, so dass am Ende das Fazit stand: „Es war toll, wir fahren wieder mit euch!“ Darüber haben sich Lydia Webelhaus und Elisabeth Schmidt am meisten gefreut, hatten sie doch die Feuerprobe bestanden, nachdem Helma Ungemach nach 25 Jahren die Leitung der Reisen abgegeben hatte. Ein herzliches Dankeschön geht auch an Markus Bigge von Knipschild-Reisen für die tolle Planung und Zusammenarbeit.

Elisabeth Schmidt 

Israelreise 2019

Pilgerreise nach Israel – ein Reisebericht

In der vorösterlichen Zeit machten sich 28 Menschen aus unseren Gemeinden auf den Weg nach Israel. Wir waren eine bunte Gemeinschaft zwischen 46 und 89 Jahren, deren Anliegen es war, Jesus in seiner Heimat zu begegnen.
Wir waren an den Schauplätzen der Evangelien, oder eben an jenen Plätzen, von denen die Überlieferung berichtet, dass es die Plätze sind, an denen das Wirken Jesu stattgefunden hat: Nazareth; der See Genezareth; Tabgha, der Ort der Brotvermehrung; der Berg der Seligpreisungen; Kapernaum; Tabor, der Berg der Verklärung. Wir besuchten die Orte der Römischen und der Kreuzritterzeit, das Moderne Israel in Haifa, das Tote Meer und Massada, wo die Israeliten besiegt wurden.


Dann Jerusalem: Vater unser-Kirche, Abendmahlssaal, Gethsemane, Via Dolorosa, Golgatha, Grabeskirche, Dominus flevit, Himmelfahrtskirche. – unfassbar viele Eindrücke, deren Verarbeitung noch Wochen dauert.
Das Empfinden und das Gefühl war an jenen Orten tief und innig, an denen nicht tausende von Menschen mit Geschrei und Lautstärke ihren Glauben- oder was immer es ist- demonstrieren wollten. An diesen Orten ging es einigen so wie Thomas: Es bestanden Zweifel an dem, was Menschen aus dem Glauben machen, aber auch Bewunderung für ihre Offenheit. Wie zum Beispiel am Heiligsten Ort der Christen: Der Grabeskirche. Hunderte quetschten sich zum Grab, hunderte küssten den Leichenstein, alle wollten den Golgathafelsen sehen. Oder die Palmsonntagsprozession: Ein beeindruckendes Erlebnis von zig tausenden Menschen, ein Happening – streckenweise auch Demonstration christlichen Glaubens, der in Israel nur selten öffentlich wird.


Wir sahen die hohen Mauern um Bethlehem, erschütternd, bedrückend und hörten von der Not der Christen dort. Aber wir hörten auch, dass die Mauer nützlich sei, schützt sie doch die Israelis vor den Bomben der Hamas. Wir sahen die großen Moscheen der Muslime auf dem Tempelberg, Zeichen tiefer Frömmigkeit, missbraucht zur Demonstration der Macht gegenüber dem jüdischen Volk, das an seinem kleinen Stück Klagemauer, den Gott der Väter anbetet. Und wir waren in YadVashem, dem Ort, der an den Holocaust nicht nur erinnert, sondern ihn greifbar macht. Israel - Ein Land, so zerrissen und verwundet wie der Leib Christi, in dessen Wunden Thomas seine Hand legt. 
Wir brauchen dringend zweifelnde, aber friedfertige Menschen, die die Hand in die Wunden der Welt legen, um zu dem Glauben zu kommen, der Frieden bringt in dieses Land, das seit Jahrtausenden mit sich und seiner Identität ringt, das aber auch stellvertretend steht für alle Konfliktherde der Erde.


Für die meisten von uns waren es die stillen Momente auf dieser Reise die den Glauben tief erfahrbar machten: der Gottesdienst in Tabgha, am Ufer des See Genezareth. Die morgendliche Bootsfahrt auf dem See, mit dem besonderen Licht, 250 m unter dem Meeresspiegel. Unsere Tauferneuerung an der Taufstelle im Jordan, wo wir uns bewusst machten, dass wir als getaufte Christen alle in die Verkündigung berufen sind. Das Haus des Kaiaphas, in dessen Kerker, Jesus gefoltert wurde. Die Löcher in der Decke, durch die die Seile zur Fesselung gezogen wurden, den Fleischerhaken in Plötzenseenicht unähnlich. Orte, die wir in Stille erleben durften, wo unser Glaube greifbar schien.
Hicest – hier ist es!- Dieses Wort begleitete uns, dieses Wort berührte uns. Es ging nicht um historische Plätze, sondern um gläubiges Erleben: Hier ist es, nimm es an, spüre es- glaube.             Elisabeth Schmidt