Berichte aus den kfd's
kfd Grevenstein
Nach Suchen und Binden der Kräuter fand am Mittwoch, 12. August, die Kräuterweihe in der St. Antonius Kirche in Grevenstein statt. Anschließend nahmen 20 Frauen und Pastor Steilmann auf der Pfarrwiese in einzelnen Tischgruppen einen Imbiss ein. Bei schönstem Sommerwetter tauschte man sich aus und hatte Spaß miteinander.
Am Freitag, 28. August, wanderten 8 Frauen, nachdem sie von Langscheid
nach Amecke mit dem Schiff fuhren, 9 km zurück nach Langscheid. Dort kehrten sie auf der Terrasse des Restaurants „Treibgut“ ein und verzehrten diverse Leckereien.
Die E-Bike-Gruppe unternahm einige einige Radausflüge.
Alle Veranstaltungen wurden von den Teilnehmerinnen kommentiert: „Das wollen wir auf jeden Fall wiederholen!“
kfd Mariä Himmelfahrt
Welches Bild habe ich? Von den Frauen der Bibel und von Frauen, die mir auf der Straße begegnen, die Kopftuch tragen, bunte Gewänder oder deren Haut dunkler ist als die der meisten Europäerinnen.
Zu einem Abend unter dem Motto „Interkulturelle Frauenbilder aufge-deckt“ hatten kfd Mariä Himmelfahrt, die Flüchtlingsarbeit des Evangelischen Kirchenkreises und der Integrationsdienst des Malteser Hilfs-dienstes Arnsberg-Meschede eingeladen. 23 Frauen kamen dazu ins Kirchenzentrum und diskutierten gemeinsam mit der Referentin Marissa Turacüber eigene und fremde Vorurteile.
Marissa Turac, selbst türkischer Abstammung, nahm die Gruppe erst mit in die Zeit der Bibel. Sie stellte ihnen Ruth und Maria Magdalena vor, die zwar von den meisten Kirchenmalern als europäische Frauen dargestellt werden, die aber tatsächlich aus dem Libanon und Jordanien stammten. Anschließend zeigte sie Frauenbilder, die die Teilnehmerinnen zuordnen sollten. Aus welchem Land stammt die Frau, welchen Beruf übt sie aus? Dass die abgebildeten Frauen gebildet und selbstbewusst waren, das strahlten sie aus. So lagen die Teilnehmerinnen bei den Berufsvorstellungen oft gar nicht so schlecht. Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, Schriftstellerinnen waren darunter. Sie aber einem Land zuzuordnen, fiel dann schon deutlich schwerer.
Uganda, Marokko, Nigeria oder Ägypten - deutlich wurde, wie sehr sich allein die Menschen des afrikanischen Kontinents unterscheiden und wie wenig die meisten Europäer darüber wissen. Gleichzeitig entspann sich in dem Kreis auch eine Diskussion darüber, wie man mit seinen Vorurteilen umgehen soll. Eine offene, wirklich interessierte Frage ist willkommen, so spiegelte es eine Teilnehmerin, die selbst türkische Wurzeln hatte, aber bereits in der dritten Generation in Deutschland lebte und aus religiösen Gründen Kopftuch trug. Der Satz: „Sie sprechen aber gut Deutsch“, verletze sie allerdings. Die Teilnehmerinnen verließen den Workshop mit der Erfahrung, dass die Bilder im Kopf ihre Wahrnehmung von Frauen aus anderen Kulturkreisen beeinflussen und dem Vorsatz,in Zukunft den Blick mehr auf Kompetenzen und Ressourcen als auf Äußerlichkeiten zu richten.
Der Themenabend wurde mit „Komm An“- Mitteln des Landes NRW gefördert.
Die kfd- Mariä Himmelfahrt war am 22. August mit 8 Teilnehmern auf dem Möhnetalradweg unterwegs. Bei bestem Radwetter und mit viel guter Laune ging es früh am Morgen mit der Bahn nach Brilon.Von dort führte uns der schöne Möhnetalradweg, meistens bergab, über Rüthen, Belecke, Niederbergheim am Südufer des Möhnesees entlang, über die Staumauer nach Günne und von da nach Neheim, wo die Möhne in die Ruhr mündet. Bevor uns die Bahn von Neheim- Hüsten nach Hause brachte, klang die Tour im R-Cafe, aus. Eine rundum schöne Radtour von ca. 70 km Länge. Conny Berkenkopf
Zum Krautbundbinden hatte die kfd Mariä Himmelfahrt an die Kelbkekapelle in Calle eingeladen. Unter der Anleitung von Heil-praktikerin Marlis Koppermann konnten sich die Frauen selbst einen Strauß binden, der im Anschluss von Katharina Schulte, der Geistlichen Begleiterin der kfd, gesegnet wurde. So entstanden einige Sträuße, die auch an Nachbarn, Freunde und Familie verschenkt wurden. Ute Tolksdorf